Royal Rangers - Christliche Pfadfinder in Karlsruhe

Säbelzahntiger-November-Hajk

Strahlender Sonnenschein an einem wunderschönen Novembermorgen, besser konnten wir es nicht erwischen, als wir uns um 13 Uhr trafen. Nachdem wir noch schnell unseren Proviant auf die Rucksäcke verteilt hatten, starteten wir unverzüglich in unser Abenteuer.

Es ging Richtung Süden! Schon auf den ersten Metern klärten wir, welche Personen für uns, aufgrund des von ihnen transportierten Essens, von besonderer Bedeutung waren... (Cedrik mit den Wienerle und Daniel mit den Apfelringen mussten also auf jeden Fall sicher ankommen… ;-))

Der nächste Schritt für uns Teamleiter: Welcher Rucksack gehört zu welcher Person, denn von unseren Jungs konnte man – zumindest von hinten – nicht allzu viel sehen…

Die erste Herausforderung für unsere Jungs: „Wo sind wir auf der Karte?“

 

Mit dem Hinweis: „Dort wollen wir hin!“

Nun ging das Rätseln los, denn es reichte natürlich nicht zu wissen wo man war, sondern auch der Punkt auf der Karte war wichtig, nach einiger Diskussion fand man dann auch die Schrebergärten (Insider würden hier evtl. auch von „Strebergärten“ sprechen… ;-)) auf der Karte.

 

 

Die erste Rast wurde kurz zum Trinken genutzt (und nebenbei die erste Ladung Pfefferminztee über unsere Karte zu kippen… ;-))

Von nun an kamen wir ohne größere Probleme voran und konnten einen wunderschönen Herbstwald bei strahlendem Sonnenschein genießen.

 

 

Nach etwa 7-8 km gelaufener Strecke begannen wir, uns auf die Suche nach einer passenden Bleibe für die Nacht zu machen. Nach ungefähr 15-20 Minuten hatten wir eine schöne Stelle gefunden, die etwas abseits lag und unseren Anforderungen genügte.

Hier begannen wir uns günstige Plätze für unsere Biwaks (Anm. d. Red: kleine Unterkünfte aus Ponchos) zu suchen. Da wir eine ungerade Anzahl an Leuten waren musste ein Einzelbiwak gebaut werden. Jedes Zweier-Team begann sich eine passende Stelle zu suchen und fing an das Biwak aufzubauen. Von Leiterseite wurde im Wesentlichen in beratender Funktion unterstützt und nur dort wo tatsächlich Hilfe benötigt wurde, oder bei den Leuten, die zum ersten Mal ein Biwak errichteten praktisch eingegriffen. Das Ergebnis der verschiedenen Gruppen erinnerte durchaus an Biwaks, im Falle eines Unwetters, hätte ich jedoch keine dieser Unterkünfte freiwillig bezogen… ;-)

Der Preis für das beste Einzelbiwak ging an dieser Stelle jedoch einstimmig an Daniel… ;-)

Der Fairness halber muss jedoch gesagt werden, dass es diesen Preis nicht nur aufgrund der Tatsache verdient hatte, dass es das Einzige seiner Kategorie war, sondern auch allgemein das in meinen Augen tauglichste Biwak der Jungs war!

 

Nachdem alle Biwaks fertig gestellt waren begannen wir mit dem Kochen. Es gab Nudeln, mit einer Tomaten-Wienerle-Soße, die wir nach gewissen Anlaufschwierigkeiten (Wie öffne ich ein Wienerle-Packung? Und wie schneide ich diese am besten, sodass alle zufrieden sind?) auch ziemlich zügig fertig hatten.

Im Zuge unserer gemeinsamen Kochrunde fiel uns dann ein helles Licht zwischen den Bäumen auf. Die Ideen für die Ursache gingen sehr weit auseinander, da waren Vorschläge wie: Laterne, Mond oder sogar Waldbrand noch die trivialsten. Während die einen fest von einem Feuer ausgingen, trotz der Gegenstimmen, die meinten es würde gar nicht flackern, wurde die Mond-These von den anderen aufrechterhalten, obwohl sie wegen der „orangenen“ Farbe in Frage gestellt wurde.

Als der „Waldbrand“ dann endlich oben zwischen den Sternen seinen Platz eingenommen hatte, waren dann auch die letzten überzeugt und alle froh, dass es keine Erlaubnis für eine Wanderung zum Licht von Seiten der Mitarbeiter gegeben hatte… ;-)

Im Anschluss an das Abendessen gab es eine kleine Naschrunde, um Energie für eine kühle Nacht zu tanken, die wir zu weiteren lustigen Gesprächen nutzten. Die mittlerweile deutlich gesunkene Temperatur verschaffte uns dann auch ganz unverhoffte Gäste, so konnten wir sowohl „Darth Vader“ als auch „Superman“ (siehe Fotos) in unserer gemeinsamen Runde begrüßen.

Ein sehr erheiternder Umstand war auch den zusammengeklebten Apfelringen geschuldet, so konnte manch einer sich nicht mal mit einer Hand voll begnügen (Stimmt`s Sebastian? ;-)) und wiederum andere haben den Mund ein bisschen zu voll genommen… :-P

 

 

Bevor wir uns dann alle in unsere Schlafsäcke begaben, wurde noch gemeinsam Zähne geputzt.

An dieser Stelle noch der Hinweis für alle Säbelzahntiger: Auch wenn wir sagen, dass Elektrogeräte (mit Ausnahme einer Kamera) auf Rangeraktionen tabu sind, heißt das nicht, dass ihr nicht Zähne putzen müsst, nur weil ihr eine elektrische Zahnbürste dabei habt!!! ;-)

Der Ratschlag nochmal pinkeln zu gehen um in der Nacht nicht mehr in die Kälte raus zu müssen hat nicht bei jedem funktioniert. Obwohl, wer weiß ob eine gewisse Person sonst sogar 6 mal rausgemusst hätte… :-P

Als es dann ans Einschlafen ging, haben wir beim Gute-Nacht-sagen gemerkt, dass sich manche wohler fühlen würden, wenn wir Leiter uns auf die Biwaks verteilen würden, also hat der Jonathan mit mir Platz getauscht, sodass in jeder Ecke unseres Platzes ein Leiter schlief. Das ich mit diesem Tausch kein gutes Geschäft gemacht hatte, fiel mir erst auf, nachdem alle fertig „verstaut“ waren und ich mich in meinen eigenen Schlafsack begab.

Ich merkte plötzlich, dass ich in dem Biwak gelandet war, das ich beim Aufbau für den sehr(!!!) unebenen Untergrund kritisiert und liebevoll als "Kartoffelacker" bezeichnet hatte. Zu diesem Zeitpunkt wurde mir noch versichert, das sei kein Problem (Jetzt weiß ich auch warum…). Da ich ihnen nicht mehr als einen Hinweis geben konnte, dachte ich mir, sie müssten diese Erfahrung offensichtlich selbst sammeln und ließ sie weiterbauen. Rückwirkend sehr großer Fehler!!! ;-)

Denn kurz vor dem Einschlafen wurde mir der Kartoffelackerplatz gegen meinen schönen Platz in unserem ebenen „Luxusbiwak“ (zumindest im Vergleich zum anderen…) angedreht und ich durfte eine weitere Erfahrung sammeln: „Pass auf, mit wem du tauscht…“ ;-)

 

 

Nach einer Nacht, in der die Temperaturen bis auf 5 °C sanken wurde um 7.30 Uhr geweckt und hungrig versammelten wir uns am Essplatz.

 

Um schnell warm zu werden wurde Wasser heiß gemacht und man konnte sich aus einem großen Teebuffet (Danke Jonathan!!!), auf das jedes Hotel stolz gewesen wäre, den gewünschten aussuchen. Die Auswahl reichte vom klassischen Pfefferminztee über Früchtetee bis hin zu „Felix Multi Frucht Abenteuer“.

Währenddessen wurden schon die Brote geschmiert, mit unterschiedlich viel Erfolg, da die Nuss-Nougat-Creme aufgrund der niedrigen Temperaturen eine sehr feste Konsistenz besaß hatten wir auch den ersten Verlust im Rahmen unseres Hajks zu verzeichnen. Ein Plastikmesser erlitt einen „Ermüdungsbruch“, bei dem Versuch ausreichend Nulacta auf das Brot zu befördern.

 

Nach dem Frühstück wurde zügig abgebaut und das Gepäck wieder auf die Rucksäcke verteilt, sodass wir um 9.30 Uhr loslaufen konnten. Der Rückweg verlief reibungslos und wir konnten ohne wirkliche Pause zurück zu unserem Ausgangspunkt laufen.

Beim kurzen Feedback wurde interessanterweise der allgemeinen Tendenz entgegen, lieber im Sommer an den Aktionen teilnehmen zu wollen, von einem Jungen erklärt, er würde in Zukunft nur noch bei den Winteraktionen mitmachen! Nachdem wir zuerst verwundert aber auch etwas stolz auf unsere „harten“ Jungs waren, folgte die Ernüchterung zügig: Es war dem Umstand geschuldet, dass es im Winter weniger „Krabbelviecher“ gibt als im Sommer… ;-)

 

Wir schauen zurück auf eine wirklich geniale Zeit mit euch Säbelzahntigern, wir hatten viele tolle, witzige aber auch interessante Gespräche und zum Lachen gab es eigentlich immer etwas! Danke, dass ihr so eine tolle Truppe seid und wir so eine geniale Stimmung hatten trotz niedriger Temperaturen! Und wir hoffen natürlich, dass ihr auch im Frühling oder Sommer dabei seid…

 

Jeder einzelne von euch war wirklich eine Bereicherung für unsere Tour!!!